Sonntag, 29. Januar 2017

Meine ALB-Sichten - Eisnebel bei Eglingen

Der Winter ist noch nicht vorbei, die Temperaturen der Nacht sind zum Teil noch immer deutlich unter dem Gefrierpunkt und doch gibt mir die durch die wärmeren Tage langsam schwindende Schneepracht das Gefühl, dass die Zeit der Schnee- und Eisbilder für diese Saison zu Ende gehen könnte.

Gut, dass ich am letzten Wochenende nochmals ausgiebig die Gelegenheit genutzt hatte, die weiße Pracht während eines anbrechenden ALB-Tages zu genießen.

Am Abend zuvor hatte ich den Entschluss gefasst, mir eine ALB-Ecke zu suchen, bei der ich sowohl eine geschlossene Schneedecke vorfinden würde, wie auch der angekündigten Nebel-Möglichkeit eine Chance geben konnte.

Meine Wahl fiel, dank des Tipps einer Albtips-Autorin, auf Eglingen als Ausgangsort meiner Morgen-Runde. Dass es dort noch ausreichend Schnee für meine Tour gab konnte ich schon alleine daran erkennen, dass ich zunächst eine Zeit lang nach einem passenden Parkplatz suchen musste. Rechts und links der Straße lag nämlich so viel Schnee, dass es unmöglich war, am Straßenrand zu parken. Zum Glück fand ich vor einem großen Geräteschuppen einen freien Stellplatz.

Durch die Parkplatzsuche war ich etwas zu spät dran, so dass sich schon beim losgehen das erste Licht des Tages am Horizont zeigte. Und dieses Licht verhalf mir zu einem der beruhigendsten Anblicke der letzten Zeit. Für mich ein wahrer ZEN-Anblick.


Nachdem ich den erhofften Nebel schon fast wieder vergessen hatte zeigten sich am Horizont dann die ersten leichten Nebelschwaden, denen ich aber zunächst keine allzu große Bedeutung beigemessen hatte.

Aber dann zogen immer mehr davon aus dem Tal auf die Hochfläche und mir wurde klar, dass sich die Lichtstimmung bald verändert würde.

Und dann kam sie auf mich zu. Weiß, kalt und so mächtig, dass die ganze Farbe aus dem Himmel und der Landschaft wich. Es war ein regelrechter Eisnebel, denn überall wo sich die Nebelwalze ihren Weg bahnte war danach alles mit Raureif überzogen.
Es dauerte nur ein paar wenige Minuten. Aber es war Zeit genug, dass der eiskalte Nebel mein Kameraobjektiv gefrieren lassen konnte. So musste ich erst einmal die Linse von den Eiskristallen befreien bevor ich wieder auf die Rückkehr der Farben genießen konnte.



Und dann half nicht nur der leichte Wind den Nebel zu vertreiben sondern auch die am Horizont aufsteigende Sonne.



Je nachdem wie dicht die ziehenden Nebelschwaden waren konnte man die Sonne mal mehr und mal weniger zwischen den Bäumen erkennen.

Aber irgendwann war es dann soweit. Der Nebel zog sich wieder in das Tal zurück, so dass er nur noch in der Ferne zu sehen war. Und alles was übrig blieb war ein wundervoller blauer Himmel.

Und so konnte ich das zweite Mal an diesem Tag einen Anblick genießen, der mir das Gefühl von absoluter Ruhe vermittelte.

Solche Naturschauspiele lassen mich die ALB-Stille auch bei -15°C mit Freude erleben.


Montag, 23. Januar 2017

Meine ALB-Sichten - Winter auf dem Heersberg


Lange musste ich in dieser Saison warten bis ich die richtige Winterstimmung gefunden habe. In der letzten Woche war es dann soweit. Ich fuhr zum Heersberg bei Albstadt-Burgfelden.

Durch einen Tipp wusste ich, dass es am Tag zuvor auf dem 964 Meter hohen Berg sehr frostig war und dadurch die Bäume vom Raureif bedeckt waren. So hoffte ich, dass dies auch an diesem Morgen der Fall sein würde. Und tatsächlich, ich hatte Glück. Endlich Fotos bei denen nicht nur der Boden schneebedeckt ist sondern auch die Bäume.

Als ich losging war es noch dunkel. Ich konnte daher noch nicht erkennen, ob ich an diesem Morgen Chancen auf eine schöne Lichtstimmung haben würde. Mit jeder Minute die ich durch den Schnee wanderte, freute ich mich mehr über die winterlichen Bedingungen und auch mein Hund hatte seinen Spaß daran. Allerdings wurde auch sehr bald klar, dass es mit einer Sonnenaufgangsstimmung an diesem Morgen nichts werden würde. Die Wolken wurden immer dichter und es dauerte nicht lange bis die ersten Schneeflocken vom Himmel fielen.

Aber das störte mich keinen Moment, denn die grauen Wolken und der Schnee vereinigten sich zu einer Farbstimmung, die ich in dieser Form so noch nicht gesehen hatte.

Viel Spaß beim Betrachten!













So ist der Winter auf der ALB ganz nach meinem Geschmack!


Dienstag, 10. Januar 2017

Meine ALB-Sichten - Neuer Besuch im Digelfeld

Dies ist bereits das dritte Mal, dass ich in meinem Blog Fotos vom Digelfeld bei Hayingen präsentiere. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass es mir die Schönheit dieses Naturschutzgebietes auf der schwäbischen Alb angetan hat.

Eigentlich war das Digelfeld an diesem Morgen gar nicht mein Ziel. Es hatte kurz zuvor im Albvorland geschneit und ich hoffte auf ein bisschen Winter-Wunderland auf der Alb.

Auf der Albhochfläche angekommen war die Schneemenge jedoch nicht wie ich es erhofft hatte. Gleichzeitig konnte ich auch in der Dunkelheit erkennen, dass der Himmel total bedeckt war, so dass mir klar war, dass ich erst noch etwas weiter fahren musste um die Chance auf schöne Fotos zu bekommen.

Doch je weiter ich kam, desto mehr schwand meine Zuversicht auf fotografischen Erfolg, da die Schneemenge sogar abnahm und auch der Himmel noch immer von dicken Wolken verdeckt blieb. Da ich nun aber schon mal unterwegs war beschloss ich, zumindest dem Digelfeld einen Besuch abzustatten, damit ich nicht ganz umsonst so weit gefahren bin.

Mein Ausgangspunkt war der Parkplatz bei dem Fluggelände Hayingen. Schon als ich dort ankam machte sich erstmals an diesem Vormittag Zuversicht breit, da ich in der Ferne einen schmalen wolkenfreien Streifen am Himmel erspähen konnte.  Und dieser Streifen hat dann auch eine ganze Reihe meiner Fotografien beeinflusst. Es war das Ende einer rießigen Wolkendecke auf die ein komplett wolkenfreier Himmel folgte. So war es möglich, dass die Wolkendecke nur von einer Seite farbig angestrahlt wurde und der Rest durch seine starke Dichte sehr dunkel blieb.

Diese besondere Lichtstimmung veränderte sich nur langsam, so dass ich sie mit verschiedenen Motiven festhalten konnte. Viel Spaß beim anschauen...








Und dann war die Wolkendecke verschwunden und der Himmel erstrahlte in einem kalten Blau




Dieser Ausflug zum Digelfeld zeigte es mal wieder nur allzu deutlich. Es lohnt sich immer am frühen Morgen zu starten um die Natur zu genießen. Selbst wenn die Aussichten nicht allzu gut sind, wird man oft positiv überrascht.

Wie schon bei den letzten Posts zum Digelfeld, ich kann einen Besuch nur empfehlen!

Dieses letzte Foto ist nicht im Digelfeld entstanden sondern auf meinem Rückweg. Es kommt sehr selten vor, dass ich während einer Rückfahrt nochmals anhalte um zu fotografieren. Aber dem Anblick dieser kleinen Baumgruppe, die einen riesengroßen Schatten auf das Feld warf, konnte ich einfach nicht widerstehen. 









Donnerstag, 29. Dezember 2016

Mein fotografischer Jahresrückblick 2016


Wenn ich fotografisch auf das Jahr 2016 zurück blicke, kommen mir nicht nur Fotografien in den Sinn sondern auch ein paar fotografische Erkenntnisse die ich während das Jahres gewonnen habe.

Mir wurde bewusst, dass ich mich immer mehr von der Fotografie im Allgemeinen entfernt und zur fotografischen Auseinandersetzung mit der schwäbischen Alb hin entwickelt habe. Mittlerweile besteht meine Fotografie ja fast ausschließlich aus ALB-Fotografie. Und da ich diese weiterhin in meiner eigenen Art umsetzen werde, werde ich diesem Umstand ab sofort auch im Blog-Namen Rechnung tragen:

Wolfgang Trust's persönliche ALB-Sichten

Natürlich werde ich ab und an auch mal anderswo fotografieren aber das Zentrum meiner Fotografie liegt einfach auf und an der schwäbischen Alb.

Und so war es auch nur konsequent, dass ich bereits den Neujahrsmorgen mit einem Ausflug auf den Hohenbohl, oberhalb von Owen, begonnen hatte. Einen besseren Start in die Foto-Saison hätte ich mir kaum vorstellen können. Im Tal lag der Nebel und verhüllte die Reste der Silvesternacht und ich durfte die Sonne auf dem Hügel genießen. Sowieso ist der Hohenbohl einer meiner Lieblings-Orte der schwäbischen Alb, da er für mich alles mitbringt was mir besonders gefällt. Einen tollen Ausblick, Silberdisteln und ein traumhaftes kleines Kiefernwäldchen, das ich sehr gerne immer wieder ablichte.

Blick vom Hohenbohl auf das vernebelte ALB-Vorland




Wacholderheiden gehören für mich generell zu den besonderen ALB-Sichten. Gepflegt durch das Beweiden mit Schafen sind sie für mich eine tolle Kombination aus Natur und Zivilisationseingriffen durch die Wanderschäfer deren Arbeit ich total bewundere.

Wacholderheide beim Böllen - Albstadt



Wie schon im Jahr zuvor waren die Bäche der ALB häufig ziemlich wasserarm. Selbst an verregneten Tagen, die ich gerne zum fotografieren an Wasserläufen nutze, traf ich oft nur Rinnsale an. Dabei ist doch gerade das Wasser das Element, das die ALB durch das Formen und Aushöhlen seiner Felsen so stark beeinflusst hat.

Wasseraustritt des unterirdisch verlaufenden Bachlaufs des Wittlinger Bach am Rulamanweg bei Bad Urach



Einen großen Teil meiner neuen Motive habe ich im Jahr 2016 den sozialen Medien zu verdanken. Dieses Medium nutze ich sehr gerne um mir Anregungen für neue Ziele zu holen, die ich ansonsten nie entdecken würde. Der Wasserfall des Ditz ist ein Beispiel dafür, da er etwas abseits des Weges liegt.

Wasserfall des Ditz bei Bad Ditzenbach



Tiere waren auch im Jahr 2016 eher ein seltenes Nebenprodukt meiner Fotografie. Ab und an mal ein Schmetterling oder eine Spinne wenn sich mein Blick von der weiten Landschaft zufällig auf Detailansichten fokussierte. Nur an verregneten Sommertagen nach längeren Trockenheiten habe ich häufiger den Blick gen Boden gerichtet. Denn da gibt es in einigen Regionen der ALB die Chance, Feuersalamander zu sehen. Manchmal hatte ich das Glück, an einem Vormittag gleich mehrere zu entdecken.

Salamander am Wegesrand im oberen Lenninger Tal



Einer der Orte die ich 2016 zum ersten Mal besucht habe ist das Eselsburger Tal. Ich hatte Fotos von diesem Tal gesehen und wollte mir das unbedingt mal in Natura ansehen. Es war zwar ein sehr bedeckter Morgen aber die Wolken ließen der aufgehenden Sonne genug Platz, um ein beeindruckendes Farbenspiel an den Himmel zu zaubern, das sich dann auch noch in einem kleinen Teich spiegelte. So entstand dieses Foto mit dem Blick auf die steinernen Jungfrauen, das seither als 1,20 Meter großes Foto auf Alu an der Wohnzimmerwand hängt.

Das Eselsburger Tal


Die Felsen der schwäbischen Alb sind als Motiv ein Dauergast auf meinem Speicherchip. Sie faszinieren mich immer wieder und sind sogleich eine Herausforderung, sie gebührend darzustellen. Ganz besondere Exemplare finden sich im Donautal. Mindestens einmal im Jahr fahre ich dorthin, da es für mich einen ganz eigenen Charme hat. Einzig die 1,5 Stunden Anfahrt verhindern, dass ich öfters dort bin, da ich ja schon immer 2,5 Stunden vor Sonnenaufgang losfahren muss um die besonderen Lichtstimmungen eines anbrechenden Tages zu erleben.

Felsformation im Donautal



Selbst ein eingefleischter ALB-Fan wie ich macht mal woanders Urlaub. In diesem Jahr fiel die Wahl der Urlaubsregion auf die Ammergauer Alpen. Eine wunderschöne Ecke für einen Urlaub mit Hund. Das für mich schönste Foto ist eines, das bei der Umrundung des Soier See entstand, als dieser vom Morgennebel noch verhüllt war.

Soier See im Frühnebel



Direkt nach der Urlaubsreise gab es für mich ein weiteres Highlight. Das lange Warten und Beschäftigen mit einer neuen Kamera hatte ein Ende. Noch nie hatte ich mich im Vorfeld so viel mit einem neuen Produkt beschäftigt, alle Vorberichte und Gerüchte gelesen und gewartet bis ich die Kamera endlich kaufen konnte. Ich hatte sogar eine Vorbestellung gemacht. Es war eine bewusste Entscheidung für "schnell wollen" und somit gegen "warten und sparen". Und das Beste daran ist, ich habe es nicht bereut.

Das erste Foto mit meiner neuen Kamera - Sonnenblume im Gegenlicht



Das Jahr 2016 hatte noch mehr Überraschungen für mich bereit. Obwohl ich die Fotografie nicht beruflich betreibe, wurden einzelne Zeitschriften/Verbände auf meine Werke aufmerksam. Da kommt schon Stolz auf, dass Fotos von mir abgedruckt oder zu Werbezwecken für die schwäbische Alb verwendet werden. Denn zu der Freude über die Anerkennung für meine Fotografien kommt somit hinzu, dass ich dazu beitragen kann, anderen Menschen die Schönheit der Alb näher zu bringen.

Im Werbeeinsatz für die ALB - Schafherde im Lautertal



Eher zufällig habe ich den Wenzelstein während einer Foto-Tour zur Lochen entdeckt. Der bewaldete Berg bildet Wege-technisch eine Sackgasse und ist von seinem Zugangsweg aus eher unscheinbar. Aber seine Kiefern und der Ausblick auf eines der ALB-Täler haben mich so fasziniert, dass ich am Folgetag meines ersten Besuches gleich nochmals hingefahren bin.

Blick vom Wenzelstein in Richtung Tieringen



Ein weiterer Ort, auf den ich durch Werke anderer Fotografen aufmerksam wurde, ist das Irndorfer Hardt. Eine fantastisches Naturschutzgebiet das bereits 1938 als Schutzgebiet ausgewiesen wurde und das ich in diesem Jahr zweimal besucht habe. Jedesmal hielt es angenehm zarte Lichtstimmungen für mich bereit.

Bauminsel im Irndorfer Hardt



Wer meinen Blog regelmäßig liest hat von meinem Erlebnis gelesen, als mein Hund auf der Burg Hundersingen fest saß und die Treppe nicht mehr runter wollte. Das war sicherlich eines der Erlebnisse, die mir lange im Gedächtnis bleiben werden und die mich, zumindest rückblickend, zum Schmunzeln bringen. Und ohne dieses Erlebnis hätte ich das nachfolgende Foto nie machen können, da ich dann nicht zu dieser Zeit an diesem Ort gewesen wäre. Ein klassisches Motiv eines Weges der von Sonnenstrahlen erleuchtet wird. In diesem Fall ist es ein Weg an einem Berghang der ALB, was es für mich natürlich zu etwas Besonderem macht.

Sonnenstrahlen am Berghang oberhalb von Hundersingen



Und noch etwas wird mir aus dem Jahr 2016 in Erinnerung bleiben. Das erste Treffen der Facebook-gruppe "Schwäbische Alb - Bildschöne Erlebnisse" Diese Gruppe, die ich im August 2015 gründete, war eines meiner ersten erkennbaren Statements meiner Begeisterung für die schwäbische Alb. Stand heute hat die Gruppe über 1400 Mitglieder und im Oktober 2016 fand das erste Treffen statt, bei dem aus einem digitalen plaudern ein persönliches Treffen mit gleichgesinnten wurde.

Abendwolke - entstanden während der Foto-Wanderung im Rahmen des Gruppentreffens




Im Herbst war ich ein paar Mal unterwegs um die Farbenpracht der bunten Wälder abzulichten. Es gelang mir durchaus einige tolle Aufnahmen zu machen. Wichtiger als die Freude über die farbenfrohen Fotografien war jedoch die Erkenntnis, dass mir die "leisen" Fotografien wichtiger sind als die "lauten" und bunten. Nachzulesen in meinem Blog vom November.

Eine meiner "leisen" Fotografien - Nebel auf dem Übersberg


Bäume am Albtrauf gehören ebenfalls zu meinen beliebten Motiven und am liebsten ist mir dabei die oberste Baumreihe. Den Baum in der Nähe des Lochenhörnle habe ich bereits mehrfach fotografiert, was daran liegt, dass ich an seiner markanten Stammform einfach nicht vorbei komme.

Sonnenaufgang über der ALB

Jetzt im Winter habe ich, wie so viele Bewohner und Besucher der schwäbischen Alb, die Hoffnung auf etwas Schnee. Bisher hat sich die weiße Pracht jedoch nur ganz kurz zum Ende des Herbst gezeigt. Der Kontrast zwischen den Herbstfarben und dem wie gezuckert aussehenden Schnee fand ich besonders reizvoll.

Erste Anzeichen des nahenden Winters

Mein erstmaliger Besuch der Schäfhalde war im Jahr 2016 eines meiner fotografischen Highlights. Auch diesem besonderen Ort habe ich einen eigenen Blog gewidmet. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Gebiet auch in Zukunft immer mal wieder besuchen werde.

Die aufgehende Sonne auf der Schäfhalde







Rückblickend war das Jahr 2016 nicht nur aus fotografischer Sicht ein schönes Jahr. Ich habe viele schöne Plätze auf der ALB besucht und tolle Momente erlebt. Die Kartenfunktion von Lightroom gibt einen schönen Eindruck welche Orte ich besucht habe und auch, welche ich im nächsten Jahr wohl mal wieder besuchen sollte.

Mein Aktionsradius auf der ALB im Jahr 2016


Ich freue mich schon auf die Früh-Wanderungen des Jahres 2017, die mir auf der wundervollen schwäbischen Alb weitere besondere Momente bescheren werden. Und ich kann alle nur dazu einladen diese wundervolle Natur selbst zu erleben. Und wenn ich einen Tipp geben darf, der Tagesanbruch auf der ALB ist immer ein Highlight eines jeden Tages.

Mein treuer Begleiter Phenollio und ich im Dezember 2016




Donnerstag, 22. Dezember 2016

Die Schönheit der schwäbischen Alb - Ein Morgen auf dem Hörnle und dem Hohenbohl

Der Hohenbohl, oberhalb von Owen, ist einer meiner Lieblingsplätze. Nicht nur weil er nur 20 Fahrminuten von mir entfernt ist sondern auch weil er mit seinem kleinen Kiefernwäldchen einen einzigartigen Anblick bietet.

Im Winter bietet das nahe gelegene Hörnle bei Tagesanbruch allerdings die besseren Ausblicke in Richtung Sonnenaufgang, da dieser auf dem Hohenbohl durch den Teckberg verdeckt bleibt.

Da die beiden Hügel nur wenige hundert Meter voneinander entfernt sind lassen sich beide Ausblicke problemlos an einem Morgen miteinander verbinden. Und genau das tat ich bei meinem letzten Besuch. Zuerst genoss ich die Aussicht vom Hörnle aus, denn von dort lässt sich das Farbenspiel eines beginnenden Tages als erstes betrachten.


Auf dem 601 Meter hohen Hörnle stehen drei wundervolle Linden, die durchaus etwas mystisches haben wenn man dort fast noch in der Nacht steht.  


Von diesen Linden aus hat man auch eine wunderbare Sicht auf die Limburg, einen ehemaligen Vulkanschlot. Im frühen Morgenlicht hebt er sich schön von den dahinterliegenden Alb-Bergen ab.

Die Bank auf dem Hohenbohl, die am Rand des Kiefernwäldchens steht, ist meine Lieblingsbank. Sie lädt zum verweilen und Ausblick genießen ein. 


Noch mehr als die Aussicht faszinieren mich die Kiefern auf dem Hügel. Dieses frei stehende kleine Wäldchen ist schon von Weitem zu sehen und macht den Hohenbohl für mich zu etwas Besonderem. 



Wenngleich die Kiefern durchaus eine stattliche Größe haben, auf dem Hügel wirken sie aus einiger Entfernung fast schon verloren klein. 


Es gibt auf dem Hohenbohl aber auch noch eine andere Besonderheit. An vielen Stellen wachsen die albtypischen Disteln. Für mich sind sie gerade in den Wintermonaten ein toller Anblick, da sie etwas Abwechslung auf die kargen Wiesen bringen. 



Aber auch der Ausblick auf das Alb-Vorland hat von dort oben aus seine Reize. Solch winterlich kalte Lichtstimmungen gehören eindeutig zu meinem Favoriten.

Egal in welcher Jahreszeit oder bei welchem Wetter, ein Ausflug auf das Hörnle und den Hohenbohl lohnen sich immer!