Freitag, 16. September 2016

Impressionen aus dem Alpenvorland


Meine Sommerreise ging in diesem Jahr ins Alpenvorland, genauer gesagt in die Region der
Ammergauer Alpen.

Ganz in der Nähe unserer Bleibe befand sich ein Moorgebiet. Die Gräser dort hatten schon deutliche
Anzeichen des nahenden Herbstes.

Die Berge der Alpen sind natürlich sehr imposant aber ich habe immer wieder festgestellt, dass meine
Begeisterung doch mehr dem hügeligen Vorland gilt. Die grünen Wiesen mit ihren wellenförmigen
Erhebungen waren immer wieder Motive die ich auf meinem Chip festgehalten habe. 

Eines Morgens machte sich der nahende Herbst besonders bemerkbar. Schon der Blick aus dem
Fenster zeigte mir: nichts. Nichts außer Nebel. Also auf zum Soier See in der Hoffnung auf ein paar
stimmungsvolle vernebelte Fotos. 

Die Temperatur der Tage war für den Monat September eigentlich viel zu hoch. Wir hatten bis zu 30
Grad was zum Wandern definitiv zu warm war. Da nimmt man dann solche kühlen Wasserfälle gerne
für eine kurze Verschnaufpause an.

Das Ettaler Moos hatte es mir in diesem Urlaub besonders angetan. Gleich drei Mal war ich dort. Der
Anblick erinnerte mich an Fotos aus Kanada. Leider waren die Lichtbedingungen bei keinem meiner
Besuche wirklich optimal. 

Normalerweise fotografiere ich ausschließlich die Natur und wenn es doch mal Gebäude in meine
Fotos schaffen sind es meist Zeugen des Verfalls. Aber dieser Ort hatte es mir dann doch angetan. Die
Platzierung auf dem Hügel machte ihn optisch zu etwas Besonderem.

Bereits im letzten Jahr hatte ich den Eibsee während einer Geschäftsreise besucht. Nun wollte ich ihn
bei einem gemütlichen Spaziergang umrunden. Die Kulisse vor dem Zugspitzmassiv ist schon etwas
ganz besonderes. 

Und dann war da noch der Moment als ich erkennen durfte, dass ich auf besondere Momente quasi
automatisch mit dem Auslösen der Kamera reagiere. Diese Insel im See wurde für kurze Zeit von der
Sonne beleuchtet. Das musste ich im Bild festhalten. So entstand dieses Foto, das ich fast genauso
bereits ein Jahr zuvor aufgenommen hatte. Egal. Es war die selbe Begeisterung die zu einem sehr
ähnlichen Foto geführt hat. Und das ist gut so!

Passend zum Ende des Urlaubs zeigte sich der Himmel nochmals von seiner farbigen Seite.
Rechtzeitig zum Tagesende machten die Wolken den Horizont frei um genug Platz zu lassen, damit
die Sonnenstrahlen die Wolken in ein kräftiges Orange färben konnten.

Also ich könnte ja schon wieder...

Samstag, 27. August 2016

Die Schönheit der schwäbischen Alb - Tagesanbruch am Auchtert und am Albtrauf bei Ochsenwang -


Der Auchtert ist mit 813 Meter der höchste Punkt von Ochsenwang. Es ist einer von vielen wundervollen Plätzen auf der schwäbischen Alb, nicht weit entfernt vom Breitenstein.

Da ich nur knappe 30 Minuten Anfahrtsweg habe und am letzten Wochenende kaum Zeit hatte, habe ich dem Auchtert mal wieder einen Besuch abgestattet um dort den Tagesanbruch zu erleben.

Ein besonders schöner Ort dort ist eine hölzerne Sitzbank. Von ihr hat man einen tollen Blick Richtung Breitenstein und in der Ferne auf die Burg Teck.

Es ist aber nicht nur die Sitzbank die für mich den besonderen Reiz ausmacht sondern auch die kleine Baumgruppe die sie umgibt. 


Und obwohl das Plätzchen an sich schon traumhaft ist, so wird es durch einen schönen Sonnenaufgang zu etwas ganz Besonderem.  

Aber es ist nicht nur diese Baumgruppe die es mir so angetan hat. Es ist die ganze Wiese die man auf einem Weg durchqueren kann. Da am Tag  vor meinem Besuch eine Schafherde auf dem Auchtert graste, war von dem steppenartigen Anblick, den ich bei einem meiner letzten Besuche erleben durfte, leider nichts mehr zu sehen. Aber dafür hatte ich freien Blick auf die dort wachsenden Silberdisteln. 

Nur wenige Meter von der Sitzbank entfernt gibt es einen kleinen Pfad, der von der Albhochfläche Richtung Tal führt. Auch dort zeigt sich die Schönheit der Alb.

Die Felsen der Alb faszinieren mich immer wieder. Bilden sie doch einen ganz besonderen Lebensraum.

Und selbst so mancher Baum hat sich an den steil abfallenden Felsen eine Bleibe gesucht. 

Und besonders toll ist es, wenn man die Schönheit der Alb mit des Menschen bestem Freund teilen kann. Wenn das kein toller Start in einen Tag ist.










Mittwoch, 17. August 2016

Fotografische Herausforderungen bei Tagesanbruch


Wer meine fotografischen Arbeiten kennt weiß,  dass meine Aufnahmen hauptsächlich bei Tagesanbruch entstehen. Die Stille, die besonderen Lichtstimmungen und die erwachende Natur machen für mich den besonderen Reiz aus.

Allerdings birgt das fotografieren zu dieser Tageszeit oftmals auch besondere Herausforderungen.
Und damit ich mir deren bewusst werde und falls es jemand von meinen Lesern interessiert schreibe ich sie hier mal nieder. Naja und wenn es nicht interessiert, einfach das Foto genießen ;-)

1. Der Zeitpunkt

Die Anreisen zu meinen Motiven finden meist in einem Radius von max. 1,5 Stunden statt. Somit ist es insbesondere in den Sommermonaten angesagt, sehr früh aufzustehen. Das erste Licht,, welches das Ende der Nacht einläutet, erscheint bereits lange vor Sonnenaufgang. Wann genau das erste Tageslicht sichtbar wird, hängt dabei sehr stark von der eigenen Position und der Bewölkung am Himmel ab.

2. Die Position

Die ersten Lichtstrahlen am Horizont sind am Besten mit einer erhöhten Position gegenüber dem Horizont aufzunehmen. Da die ersten Lichtstrahlen die Landschaft kaum aufhellen, lassen sich interessante Aufnahmen oft nur durch das bewusste Einsetzen von Silhouetten erzielen.

3. Die Aufnahmetechnik

Bei Aufnahmen zum Tagesanbruch gibt es andere technische Prioritäten als bei Fotografien bei Tageslicht. Meist wenig relevant ist dabei die Schärfentiefe. Eher stellt sich die Frage, wie man bei so wenig Licht scharf stellt. Meist mache ich das manuell, da der Autofokus bei Dunkelheit nicht zuverlässig arbeitet.

Herausfordernder ist da schon die richtige Belichtung. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Belichtung auf die Lichter ausgerichtet ist und diese nicht ausfressen. Dass dabei in den dunklen Bereichen keine Zeichnung zu erkennen ist, nehme ich dabei in Kauf.  Es sei denn, es gibt ein Motiv im Vordergrund das mir wichtig ist. Dann erstelle ich auch schon mal eine Belichtungsreihe und füge die Aufnahmen in der Nachbearbeitung zusammen.

4. Die Bildbearbeitung

Bei der Bildbearbeitung achte ich vor allem auf zwei wesentliche Aspekte:
Keine ausgefressenen Lichter, was bedeutet, dass ich auch in den hellsten Bildstellen noch etwas Farbe oder Zeichnung erkennen kann. Außerdem keine zu großflächigen tiefschwarze Bereiche die das Foto meist uninteressant werden lassen.

Um diese beiden Ziele erfolgreich umzusetzen ist es oft nötig, die oben angesprochenen Belichtungsreihen ineinander zu blenden. Hierfür benutze ich neben Photoshop CC auch noch Plugins. Hier insbesondere Raya Pro, mit dem es sehr einfach möglich ist, ausgewählte Bereiche ineinander zu kopieren bzw. Teile eines Fotos in ein anderes "hinein zu malen". So vermeide ich den oft typischen HDR-Look anderer Techniken.

Entscheidend ist am Ende aber nur eines:

Mir muss das Foto gefallen ;-)

Hier ein Beispiel, aufgenommen auf der schwäbischen Alb bei Bleichstetten