Sonntag, 4. Dezember 2016

Die Schönheit der schwäbischen Alb - Die Schäfhalde bei Tagesanbruch

Ein wolkenfreier Himmel und -5 Grad Celsius waren die besten Voraussetzungen für eine wundervolle Tour zum Tagesanbruch.

Ausgangspunkt war der Parkplatz Schäfhalde auf der Ostalb. Den Tipp zu diesem Ausgangspunkt hatte ich aus einem tollen Ausflugsführer über die Ostalb. Eigentlich wollte ich zusammen mit meinem Hund an diesem Morgen die beschriebene Tour  gehen aber die Schönheit der Wacholderheide, der winterlich gefrorene Boden und die Farben des beginnenden Tages haben mich an vielen Stellen zum Fotografieren verweilen und von meinem Ziel abkommen lassen.


Schon das erste Licht des aufkommenden Tages kündigte besondere An- und Aussichten an...


... und gab bei wolkenlosem Himmels den Blick auf die Wacholderheide frei.



Ohne aktive Landschaftspflege würden Wacholderheiden bald vom Wald zurück erobert, so dass die notwendigen Eingriffe des Menschen nicht zu übersehen sind.  


So bleiben die Wacholderheiden ein besonderer Anblick. Gerade bei Tagesanbruch. Die blaue Stunde mit ihrem besonderen kaltfarbenen Licht...



... endet bei Sonnenaufgang...


... der die Landschaft mit seinen Sonnenstrahlen wärmt.


Aber es dauert bis die winterliche Sonne den Rauhreif zum schmelzen bringt...


und so auch der Kälteanzug der Silberdistel ...


... gegen das Sonnenkostüm gewechselt wird.


Und manche Bäume waren bestimmt schon Zeuge unzähliger wundervoller Sonnenaufgänge...


... die durch die oberste Baumreihe am Albtrauf mit einem Kontrast aus Sonne und Schatten ein schönes Muster auf den gefrorenen Boden malen.



Es sind solche Momente die meine Frühwanderungen so "aufstehenswert" machen. Selbst die Anzeichen von Vergänglichkeit werden in einem solchen Licht zu etwas Besonderem.

Ich bin mir sicher, dass ich an diesen Ort bald mal wieder zurück kehren werde. Und dann werde ich bestimmt auch die gesamte Wandertour in Angriff nehmen.

Mittwoch, 30. November 2016

Die Schönheit der schwäbischen Alb - Der Wechsel zwischen Herbst und Winter


Meine Fotografien entstehen während des ganzen Jahres. Und jede Jahreszeit hat für mich Ihren Reiz. Etwas ganz Besonderes ist für mich, wenn sich zwei Jahreszeiten gleichzeitig zeigen. So wie vor zwei Wochen, als die ersten Schneeflocken auf den Höhen der schwäbischen Alb den kommenden Winter ankündigten. Leider war der Schnee nach kürzester Zeit wieder weg, genauso wie ein paar Tage später die schönen Herbstfarben.



Diese Übergangszeit lässt sich manchmal auch an den unterschiedlichen Höhenregionen der Alb erkennen.  So wie hier, als der erste Schnee auf den Wiesen der Albhochfläche für ein paar Stunden liegen blieb und einen besonders schönen Kontrast beim Blick auf die Burg Hohenneuffen bildete.



Und jetzt da die Blätter von den Bäumen gefallen und die ersten Schneeflocken geschmolzen sind, bleibt das Warten und Hoffen auf den nächsten Schnee. Ich freue mich drauf!





Montag, 7. November 2016

"Leise" Fotografien - Meditation für meine Augen


Tags zuvor war ich an einem wundervollen Ausblick in der Nähe des Übersberg. Der Platz gefiel mir sofort, allerdings war das Licht beim meinem ersten Besuch nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Und ich wollte von diesem Platz aus unbedingt ein schönes herbstliches Foto machen.

Also fuhr ich schon am nächsten Tag nochmals zu diesem Ort, da etwas Sonnenschein vorhergesagt war. Und außerdem hoffte ich darauf, dass Nebel im Tal ist.

Ich war so früh dran, dass ich nicht den direkten Weg zu dem Platz nehmen musste sondern erst noch etwas auf dem Übersberg umherspazieren konnte.

Die Nacht wich langsam dem Tag und das erste wärmende Licht zeigte sich am Horizont. Leichte Nebelschwaden ergossen sich über die Wiesen. Dieser Anblick war einfach wundervoll. Es war alles so ruhig und wirkte so aufgeräumt. Nichts lenkte ab. Vieles zeigte sich nur schemenhaft und wirkte sehr beruhigend auf mich.

Dabei entstanden einige Fotografien, die ich als "leise" Fotografien bezeichne. Sie spiegeln für mich die Ruhe des Moments wider. Sie zu betrachten bringt mir die Stille zurück, lässt mich die lauten und unruhigen Momente des Lebens vergessen. Und deshalb mag ich sie. Und manchmal wirken die Fotografien sogar noch leiser als die erlebten Momente selbst.  Das ist für mich wie Meditation mit den Augen.





Ich musste mich regelrecht zwingen mich zu meinem eigentlichen Ziel aufzumachen. Und das obwohl ich wusste, dass auf mich ein wundervoller Ausblick mit einer großen Farbvielfalt wartet. Ich war noch rechtzeitig vor Sonnenaufgang dort um "mein Herbstfoto" zu machen. Und dieses Foto hat mir etwas deutlich gemacht. Es hat mir geholfen zu verstehen, dass es für mich wichtiger ist, die leisen Momente in Bildern festzuhalten als den lauten nachzujagen. Auch wenn sie vielleicht mehr auffallen oder beeindruckender zu sein scheinen. Ich brauche das Leise...